Gemini 4 Carbon: Spitzenplatz bei Artificial Analysis, Start nur für ausgewählte Nutzer
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Zwei Wochen nach Argon: Google zeigt Gemini 4 Carbon
Google hat Gemini 4 Carbon vorgestellt, sein bisher leistungsstärkstes KI-Modell. Das berichtet t3n · Künstliche Intelligenz (DE). Der Schritt kommt nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung von Gemini 4 Argon, dem bis dahin führenden Frontier-Modell des Konzerns. Carbon ist laut Bericht eine Weiterentwicklung von Argon.
Der Zeitpunkt fällt kurz vor den Börsengang des KI-Rivalen Anthropic. Google selbst wird mit den Worten zitiert, das zeige, „mit welcher Geschwindigkeit wir die Grenzen des Machbaren weiter hinausschieben“. Forscher und Modelle des Konzerns arbeiteten demnach Hand in Hand, um die Leistungsfähigkeit schneller zu steigern. Gleichzeitig baut das Unternehmen nach eigener Aussage die Schutzmaßnahmen aus.
Platz eins im Intelligence-Index von Artificial Analysis
Im Intelligence-Index des unabhängigen Testdiensts ArtificialAnalysis springt Carbon am bisherigen Spitzenreiter Claude Opus 5.5 von Anthropic vorbei auf Platz eins. Das teilt Google mit. Argon hatte in diesem Ranking zuvor nur den sechsten Platz belegt.
Die Einordnung stammt vom Testdienst und von Google, nicht aus eigenen Messungen. Wer den Index als Maßstab nimmt, sieht Carbon damit vorn. Für andere Aufgaben sagt das noch nichts aus, wie die weiteren Benchmarks zeigen.
Coding und Cybersicherheit: die Zahlen im Vergleich
Carbon soll seinen Vorgänger vor allem bei anspruchsvollen Programmieraufgaben und bei Cybersicherheit übertreffen. Google zufolge findet und behebt das Modell komplexe Fehler in großen Codebasen. Außerdem kann es länger an solchen Aufgaben arbeiten.
Im Cybersecurity-Ranking SEC-bench Pro, das auf das Finden von Sicherheitslücken zielt, erreicht Carbon 88,2 Prozent. Argon kommt auf 83,4 Prozent, OpenAIs GPT-6 Astra auf 85,4 Prozent. Auch bei Exploitgym, wo es ums Ausnutzen von Lücken geht, und bei CWE-bench, dem Beheben von Lücken, liegt das neue Modell teils deutlich vorn. Das sind Werte aus Benchmarks, keine Praxistests.
Wo Anthropic vorn bleibt
Nicht überall liegt Carbon vorne. Beim agentischen Programmieren im Coding Agent Index muss es Claude Opus 5.5 den Vortritt lassen. Auch in den Benchmarks Terminal-Bench und Frontiercode hat Anthropic die Nase vorn.
Wer agentische Coding-Aufgaben plant, findet dort also weiterhin den Konkurrenten vorn. Die Ergebnisse stammen aus den genannten Rankings und sind je nach Aufgabe unterschiedlich. Ein pauschales Urteil lässt sich daraus nicht ableiten.
Noch kein Zugang für alle: Vorabprüfung der US-Regierung
Carbon ist derzeit nur für ausgewählte Nutzer verfügbar, etwa für Expertinnen und Experten der Cyberabwehr. Das schreibt Trendingtopics, wie t3n berichtet. Erst nach dem freiwilligen Vorabprüfverfahren der US-Regierung soll das Modell auch Entwicklern, Unternehmen und Verbrauchern offenstehen.
Wer heute auf das Modell setzen will, muss also auf diesen Schritt warten. Ein Termin dafür steht in der Meldung nicht.
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