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App Store: Bleibeangebote beim Kündigen, was Entwickler dürfen

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Illustrative photo: App e software: It is my LIFE (Unsplash)
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Was beim Kündigen jetzt erscheint

Wer im App Store ein Abo in einer App kündigt, kann künftig ein Angebot zu sehen bekommen. Apple hat die Funktion Retention Messages freigeschaltet, wie heise online · Technik (DE) berichtet. In Bildschirmfotos aus dem Developer-Blog ist der gewohnte Kündigungsbildschirm zu sehen, mit den Buttons zum Kündigen oder Behalten. Neu ist ein gekennzeichneter Bereich in der Mitte, „From the Developer“. Dort kann eine Textbotschaft, ein Bild oder ein Angebot stehen. In einem Beispiel weist der Entwickler auf eine Funktion hin, die im kommenden Monat geplant ist. Im anderen gibt es eine Vergünstigung für drei Monate, danach gilt wieder der Normalpreis.

So richten Entwickler die Nachrichten ein

Entwickler konfigurieren die Nachrichten in App Store Connect, dem Portal für die eigenen Apps. Pro App sind bis zu zehn Nachrichten möglich. Jede lässt sich einem oder mehreren Abos zuordnen, ein Abo kann aber nur eine Nachricht haben. Pflicht ist ein Text, optional kommen ein Bild und ein oder mehrere Angebote dazu. Rabatte oder konkrete Preise darf der Text selbst nicht nennen. Ein hinterlegtes Angebot sieht der Abonnent nur, wenn er dafür berechtigt ist, sonst zeigt das System Text und Bild. Berechtigungskriterien und die Wartezeit zwischen zwei Nachrichten lassen sich einstellen.

Prüfung und Grenzen gegen aufdringliche Angebote

Die Nachrichten durchlaufen offenbar eine App Review. Apple will durch die Integration ins System und die Prüfung dafür sorgen, dass die Angebote nicht allzu penetrant ausfallen, schreibt heise online · Technik (DE). Für Automatisierung steht die App Store Connect API bereit. Dazu kommt die Retention Messaging API: Beim Aufruf der Abo-Details fragt der App-Store-Server den Server des Entwicklers an, der eine vorab hochgeladene Nachricht auswählt. Nur so sind auch Nachrichten möglich, die zu einem Tarifwechsel raten. Als Rückfallebene dienen Standardnachrichten pro Produkt und Sprache.

Auf welchen Geräten du die Nachrichten siehst

Sichtbar sind die Nachrichten auf iOS und iPadOS ab 15.1, auf visionOS ab Version 1 und auf macOS ab 14. Für den Produktivbetrieb muss der Endpunkt der Retention Messaging API zuvor einen Performancetest in der Sandbox bestehen. Der Zugang zur API ist nur auf Anfrage möglich, in der Dokumentation führt Apple sie noch als Pre-Release. Wer ein Abo kündigt, sieht also je nach Gerät und Systemversion möglicherweise eine Nachricht des Entwicklers, muss aber nicht.

Warum Entwickler Kündigungen abfangen wollen

Hintergrund dürfte auch eine Studie sein, wonach 95 Prozent der kündigenden Jahreskunden nie zurückkehren. Entwickler haben also ein starkes Interesse, Kunden vor der Kündigung umzustimmen, schreibt heise online · Technik (DE). Eine ähnliche Rabattlogik steckt im kürzlich eingeführten Monatsabo mit Jahresbindung, bei dem Apple einen vergünstigten Monatspreis für zwölf Monate Laufzeit erlaubt.

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Quelle: heise online · Technik (DE)

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